Tips zur Käseeinkauf & Lagerung

In diesem Artikel erfährst du alles über den perfekten Käseeinkauf und die richtige Lagerung. (Lesezeit: ca. 4,5 Min.)“

Käseinkauf

Beim Käsekauf ist es zunächst wichtig zu wissen, wohin du gehen solltest. Je nach Wohnort gibt es verschiedene Optionen für den perfekten Käsegenuss.

Käsetheke bei LaWein mit französischen Rohmilchkäsen

Supermarkt

Eine einfache und bequeme Option ist der Kauf im Supermarkt. Hier findest du an gut sortierten Käsetheken eine breite Palette an Käsesorten – oft gibt es auch eine fachkundige Beratung dazu.

Käsefachgeschäft

Im Käsefachgeschäft kannst du sicher sein, dass die Käse perfekt gepflegt werden und du eine umfassende Beratung erhältst. Häufig ist das Einkaufserlebnis hier angenehmer als im Supermarkt, und du bekommst zusätzlich wertvolle Tipps zu Beilagen, Transport, Lagerung und zur Zusammenstellung einer edlen Käseplatte.

Wochenmarkt

Eine weitere wunderbare Möglichkeit, hochwertigen Käse zu erwerben, ist der Wochenmarkt. Hier erwarten dich oft mehrere Käsestände, manchmal sogar von regionalen Herstellern. Die Beratung ist meist ausgezeichnet und du kannst dich von den vielfältigen Eindrücken inspirieren lassen.

Online

Für alle, die keinen Zugang zu einem Käsefachgeschäft oder einem gut sortierten Wochenmarkt haben, bietet sich der Onlinehandel an. Viele Online-Shops bieten bereits zusammengestellte Käsepakete, die je nach Menge und Thema variieren. Während der kälteren Jahreszeit ist es unproblematisch, Käse online zu bestellen; im Sommer kann jedoch durch den gekühlten Versand ein höherer Verpackungsaufwand entstehen und die Qualität des Käses bei Ankunft nicht immer garantiert werden. Beim Onlinekauf fehlt dir leider die Möglichkeit, den Käse vorher in Augenschein zu nehmen und seinen Reifegrad zu beurteilen.

Käsemengen

Hier tun sich sicher einige schwer die richtige Menge einzukaufen, damit sich die Gäste nicht um das letzte Stück Käse streiten, aber auch keine riesigen Mengen übrig bleiben. Hier also ein paar Richtmengen für deinen Käseeinkauf.

  • Nach dem Essen (Käse als Dessert oder Abschluss)ca. 50–70 g pro Person
  • Als Hauptmahlzeit (z. B. Käseplatte mit Brot, Früchten etc.)ca. 150–200 g pro Person
  • Für ein Buffet (Teil eines vielfältigen Angebots)ca. 80–120 g pro Person

Falls du eine besonders große Auswahl an Käsesorten anbietest, kannst du die Menge pro Sorte etwas reduzieren, damit die Gäste von allem probieren können.

Käseplatte mit Beilagen wie Salzstangen und Gurke
Käseplatte für Event

Passende Käsebegleiter

Der Käsegenuss wird durch die passenden Beilagen abgerundet, wie Brot, Butter sowie verschiedenes Obst und Gemüse, Marmeladen und Chutneys. Hier einige Empfehlungen dafür:

Brot:

Beim Brot empfehle ich 2 bis 3 Sorten. Hier darf das gute Baguette nicht fehlen, ergänzt durch ein saftiges Bauernbrot sowie bei Bedarf ein Früchtebrot für den Blauschimmelkäse.

Butter:

Für diejenigen, die gerne Butter mögen, kann ich nur empfehlen, auf die sagenhafte französische Rohmilchbutter zurückzugreifen. Sollte diese nicht verfügbar sein, gibt es in Supermärkten auch die aromatische Heumilchbutter in Rollenform.

Gemüse & Obst:

Bei Gemüse und Obst rate ich dazu, saisonale Produkte zu verwenden. Es muss nicht unbedingt die Tafeltraube aus fernen Ländern sein; Tafeltrauben gibt es bei uns zur Zeit der Traubenlese. Alternativ können Äpfel, Birnen sowie Orangen oder Mandarinen verwendet werden. Beim Gemüse greife ich gerne auf Gurken, Radieschen, Möhren in vielen verschiedenen Farben, Paprika und weiteres zurück.

Cracker & Grissinis:

Ein bisschen Knuspern darf nicht fehlen. Dies passt besonders gut zu cremigem Weichkäse. Hier dürfen es Grissinis sein oder auch Salzbrezeln oder Salzstangen.

Marmeladen & Chutneys:

Bei Marmeladen kann ich sehr die schwäbische Hagebuttenmarmelade empfehlen, sowie eine feinherbe Orangenmarmelade oder auch Quittengelee und Marillenmarmelade. Bei Chutneys können es etwas exotischere Sorten mit Mango und Ingwer sein, diese passen hervorragend zu feinem Ziegenkäse. Ein Zwiebelchutney harmoniert sehr gut mit Camembert und Hartkäse. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Käseteller mit Chutney und Brot

Käsetransport

Für den Transport deines Käses nach Hause kommt es ganz auf die Jahreszeit an. Im Winter musst du dir keine großen Gedanken machen. Achte einfach darauf, dass du die Käse in der richtigen Reihenfolge in dein Transportgefäß einräumst – nach unten kommen die Hartkäse und nach oben die empfindlichen Weichkäse. Im Sommer allerdings empfehle ich dir eine kleine Kühltasche mit Kühlakkus. So bringst du den Käse sicher nach Hause, ohne dass er zu warm wird und dadurch schwitzt oder sich verflüssigt.

Fleur ddu Maquis kommt offen in Holzschachtel geliefert damit er atmen kann.

Käseaufbewahrung

Zu Hause angekommen möchte man die wertvolle Ware auch bestmöglich lagern damit sie nicht verdirbt hier einige Tipps für dich zur richtigen Verpackung und den richtigen Aufbewahrungsort bei dir zu Hause.

Die richtige Verpackung

Hart- und Schnittkäse (z. B. Comté, Gouda, Bergkäse): Am besten in Käsepapier, Butterbrotpapier oder Bienenwachstücher wickeln. Alternativ kannst du ihn in eine Käsebox mit Luftlöchern legen.

Weichkäse (z. B. Camembert, Brie): In der Originalverpackung lassen oder locker in Käsepapier wickeln.

Frischkäse & Blauschimmelkäse: In gut schließenden Dosen aufbewahren, um Austrocknung und Geruchsübertragung zu vermeiden. Blauschimmelkäse immer separat lagern, damit der Blauschimmel nicht auf andere Käse übergeht.

Der beste Aufbewahrungsort

Ideal: Das Gemüsefach im Kühlschrank (ca. 8–12°C), da es dort nicht zu kalt und etwas feuchter ist.

Nicht luftdicht verschließen! Käse muss atmen, sonst kann er schwitzen und schneller verderben.

Hartkäse kann in einem kühlen Keller oder einer Speisekammer gelagert werden, wenn es dort unter 15°C bleibt.

Saint Nectaire darf gerne 60 Minuten vor dem Genuss aus dem Kühlschrank.

Wichtige Zusatztipps

Käse immer erst kurz vor dem Essen aus dem Kühlschrank nehmen (30–60 Minuten vorher), damit sich das Aroma entfalten kann.

Käse nicht in Plastikfolie wickeln, da er sonst „erstickt“ und schneller schimmelt.

Schimmel auf Hartkäse? Einfach großzügig mit dem Käsehobel abschneiden.

Parmesan mit Olivenöl einreiben. So bleibt er schön geschmeidig.

Käse zu trocken? Dann befeuchte ein Tuch mit etwas Weisswein und lege dieses über Nacht auf den Käse.

Ziegenweichkäse täglich wenden. Um Druckstellen und Beschädigungen am Käse zu vermeiden wende diesen einmal am Tag und lagere diesen mit genug Zwischenraum zum nächsten Käse

Buchempfehlungen

Der Käse-Atlas von Tristan Sicard

Französischer Käse. 350 Sorten aus allen Regionen

Das TEUBNER Handbuch Käse

Ich hoffe, du hast etwas Nützliches aus diesem Beitrag mitgenommen und kannst den ein oder anderen Tipp beim nächsten Käseeinkauf anwenden. Falls du Fragen hast, stehe ich dir gerne zur Verfügung – wende dich einfach direkt an mich über lawein@lawein.info.

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Food Pairing – Die Kunst der perfekten Geschmackskombinationen

Tipps um perfekte Speisen-Getränkekombinationen zu finden – in 4,5 Minuten gelesen!“

Wie funktioniert Food Pairing? Die  Grundprinzipien einfach erklärt

Für viele ist der Begriff Food Pairing unbekanntes Terrain – ein Thema, das scheinbar nur Profis beherrschen. Doch keine Scheu! Tatsächlich betreiben wir alle bereits intuitiv Food Pairing in unserem Alltag.

„Wie das?“ fragst du dich erstaunt? Hast du schon einmal Salz auf frische Radieschen gestreut? Oder Ingwer zur Kürbissuppe hinzugefügt? Genau das ist klassisches Food Pairing!

Food Pairing ist die Kunst, Aromen und Texturen so zu kombinieren, dass sie ein harmonisches Geschmackserlebnis ergeben. Ob bei Wein und Käse, alkoholfreien Drinks oder kreativen Menüs – das richtige Pairing hebt den Genuss auf ein neues Level.

In diesem Artikel erfährst du die wichtigsten Grundprinzipien des Food Pairings und bekommst ein einfaches Baukastensystem an die Hand, mit dem du eigene Kombinationen kreieren kannst.

Rotschmierkäse mit Rosenmarmelade und Rosé Wein

Die 5 Grundprinzipien des Food Pairings

1. Harmonie durch Gemeinsamkeiten

Aromen, die sich ähneln, harmonieren oft besonders gut. Dieses Prinzip nennt sich Aromenkongruenz. ✔ Chardonnay mit Vanille- und Butternoten passt hervorragend zu cremigem Brie. ✔ Ein alkoholfreier Apfel-Cidre ergänzt Apfelstrudel perfekt, da beide eine fruchtige Basis haben.

2. Kontraste für Spannung

Gegensätze ziehen sich an – das gilt auch für Aromen! Kontraste sorgen für Spannung und geschmackliche Balance. ✔ Salziger Blauschimmelkäse mit süßer Birne oder Portwein. ✔ Scharfes Curry harmoniert wunderbar mit süßem Mangosaft.

3. Balance von Intensitäten

Ein intensiver Geschmack sollte nicht von einem zu milden oder zu dominanten Gegenpart überlagert werden. ✔ Ein kräftiger Cabernet Sauvignon braucht einen ebenso würzigen Begleiter wie gereiften Hartkäse. ✔ Ein leichter Riesling oder alkoholfreier Verjus-Drink passt perfekt zu milden Speisen wie Ziegenfrischkäse mit Honig.

4. Texturen geschickt kombinieren

Unterschiedliche Texturen machen ein Pairing spannender. ✔ Prickelnder Schaumwein zu cremigem Weichkäse. ✔ Säurereicher Riesling zu deftigem, fettigem Schweinebraten.

5. Regionales mit Regionalem verbinden

Produkte aus der gleichen Region passen oft besonders gut zusammen. ✔ Französischer Sancerre mit Ziegenkäse aus dem Loiretal. ✔ Schwäbischer Most zu deftigen Maultaschen.


Das Food-Pairing-Baukastensystem

Um deine eigenen Geschmackskombinationen zu kreieren, ist es wichtig, die einzelnen Komponenten bewusst wahrzunehmen. Dabei spielen folgende Faktoren eine Rolle:

Grundgeschmacksarten:

✔ Süße
✔ Säure
✔ Salz
✔ Bitterstoffe
✔ Umami (das Salz der Glutaminsäure)
✔ Fett

Erfühlbare Inhaltsstoffe:

✔ Schärfe
✔ Gerbstoffe (Tannine)
✔ Kohlensäure
✔ Temperatur von Speise und Getränk

👉 Nicht alle Geschmacksrichtungen harmonieren miteinander:

❌ Schärfe + Säure können unangenehm beißen.
❌ Schärfe + Gerbstoffe wirken oft zu bitter.
❌ Säure + Kohlensäure können zu intensiv wirken.

In den folgenden Bildern findest du eine Übersicht, welche Geschmacksrichtungen und Inhaltsstoffe besonders gut zusammenpassen – inklusive passender, einfacher Beispiele. Nutze diese als Inspiration für dein eigenes Food Pairing! 😊

In den Bildern sind die grün markierten Geschmacksrichtungen und Inhaltsstoffe die harmonischen Pairings, grau ist mit Vorsicht zu genießen und rot bilden unharmonische Paare. Bei einigen sind Beispiele Getränk Speise aufgezeigt, sowie Speise Getränk. Solltest du spezielle Fragen zum Thema Food Pairing haben, kannst du mich auch gerne über die Mail Adresse lawein@lawein.info kontaktieren.


Fazit: Werde zum Food-Pairing-Experten!

Food Pairing ist keine Wissenschaft, sondern eine spannende Entdeckungsreise für deine Sinne. Ob harmonische Aromen, kontrastreiche Kombinationen oder regionale Spezialitäten – mit den richtigen Kombinationen verwandelst du jedes Essen in ein wahres Geschmackserlebnis.

Wichtig ist dabei, immer offen für Neues zu sein, denn auch hier lernt man nie aus. Versuche deine Geschmacksknospen immer wieder zu trainieren und herauszufordern, damit du immer den vollen Genuss aus deinen Pairings hast. Ich wünsche dir viel Vergnügen beim schmecken und testen 🙂

Lust, dein eigenes Pairing auszuprobieren? Teile deine liebsten Geschmackskombinationen in den Kommentaren! 😊

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